Mit den Preisen steigt in England der Einsatz von Bargeld

Die britische Postbank stellt eine Zunahme an Barbezügen fest. 40 Prozent der Briten glauben, Cash helfe ihnen beim Haushalten.

9.08.2022
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Britische Postkunden haben im Juli 8 Prozent mehr Bargeld bezogen | Bild von: Mick Haupt on Unsplash
Eine Rekordsumme von 800 Millionen Pfund haben Kunden des britischen Post Office im Juli bezogen. Das sind 8 Prozent mehr als im Vormonat. Ein Grund dafür, so das Unternehmen, sei die Tendenz der Briten, ihre Ferien seit der Covid-Pandemie im eigenen Land zu verbringen. Ein weiterer aber seien die steigende Inflation und höheren Preise für Konsumgüter. Denn mit Cash in der Hand statt dem Einsatz von Kreditkarten lasse es sich besser haushalten.
Diese These wird von Umfragen gestützt, nach denen 40 Prozent Briten meinen, eine bessere Übersicht über Ausgaben und Einnahmen zu behalten, wenn sie mit Bargeld zahlen. Gemäss derselben Befragung möchten nur 14 Prozent beim Bezahlen gänzlich auf Bargeld verzichten.

Gesetz will Bancomaten-Pflicht

Hintergrund der Diskussion ist ein Gesetz, das die britische Regierung im Mai angekündigt hat. Gemäss diesem sollen Banken und Bausparkassen verpflichtet werden, ihren Kunden den Zugang zu Bargeldautomaten zu ermöglichen. Konkret soll praktisch jeder Bewohner der Insel einen Bancomaten im Umkreis von maximal zwei Kilometern erreichen können.





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