Nestlé-Umsatz wächst vor allem über Preiserhöhungen

Der Neun-Monate-Bericht zeigt: Nestlé kann die Preise um 7,5 Prozent erhöhen. Das reale Wachsum beschränkt sich auf ein Prozent.

19.10.2022
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Nestlé-Hauptsitz in Vevey | Bild: PD Nestlé
Nestlé gelingt es offenbar, die höheren Einstandspreise für Rohwaren, Logistik und Herstellung an die Kunden weiterzugeben. Die Neun-Monats-Zahlen des Konzerns weisen ein organisches Wachstum von 8,5 Prozent aus, wobei 7,5 Prozent auf Preiserhöhungen zurückgeführt werden. Damit bleibt ein reales internes Wachstum von einem Prozent übrig. Der Gesamtumsatz stieg um 9,2 Prozent auf 69,1 Milliarden Franken an.
Auch für das Gesamtjahr erwartet Nestlé ein organisches Wachstum um 8 Prozent, die operative Gewinnmarge soll per Ende Jahr auf rund 17 Prozent zu liegen kommen.

Kaffeebereich wächst einstellig

Am stärksten gewachsen ist das Tierfuttersegment mit der Marke Purina, während Kaffee mit den Marken Nespresso, Nescafé und Starbucks lediglich im einstelligen Prozentbereich gewachsen seien. Besser – mit zweistellingen Wachstumszahlen – schlugen sich die Wasser- und die Kindernahrungssparten.
«Das schwierige wirtschaftliche Umfeld macht vielen Menschen Sorgen und wirkt sich auf ihre Kaufkraft aus», wird CEO Mark Schneider in der Medienmitteilung zitiert. «Deshalb sind wir bestrebt, Produkte erschwinglich und zugänglich zu halten und dabei die Interessen aller unserer Interessengruppen zu berücksichtigen.»
Nestlé plant Marke «Seattle’s Best Coffee» von Starbucks zu übernehmen
Gleichzeitig mit dem Quartalsbericht hat Nestlé Pläne bekanntgegeben, die den Kaffeebrand «Seattle's Best Coffee» von Starbucks zu übernehmen. Damit will der Schweizer Konzern seine Stellung im nordamerikanischen Kaffeemarkt «nachhaltig festigen». Starbucks hatte die Marke 2003 für 72 Millionen Dollar gekauft. 2021 betrug der Umsatz des Kaffeeherstellers um die 20 Millionen Dollar.

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