Prognose: Detailhandelsumsätze 2023 wachsen vor allem über höhere Preise

Der alljährliche «Retail Outlook» der Credit Suisse und von Fuhrer & Hotz erwartet eine Stabilisierung der Verkäufe – und grossen Arbeitskräftemangel.

4.01.2023
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Coop-City-Filiale | Bild: PD Coop
Der Bericht «Retail Outlook 2023» der Credit Suisse und des Beratungsunternehmens Fuhrer & Hotz sieht fürs laufende Jahr mit 1,4 Prozent einen nur leichten Zuwachs für die Schweizer Detailhandelsbranche voraus.
Für das Segment Food/Near-Food wird ein Umsatzwachstum von 2,1 Prozent prognostiziert. Der Non-Food-Bereich könnte um 0,8 Prozent wachsen. Da dieser Bereich rund 60 Prozent zum gesamten Umsatz des Detailhandels beiträgt, könnte die Gesamt-Steigerung am Ende um die 1,4 Prozent zu liegen kommen.
Da die Credit Suisse die Inflationsrate in diesem Jahr auf 1,6 Prozent einschätzt, wird das Wachsum der Branche vor allem durch höhere Preise getrieben werden.

Mangel an Wertschätzung

Als schwierig beurteilt der Bericht die Personalsituation der Detailhändler. Viele Unternehmen spürten Rekrutierungsschwierigkeiten und Arbeitskräftemangel. Die Ursache dafür lasse sich nicht etwa «in einer erhöhten Anzahl Abgänge während der Pandemie finden», sondern in den fehlenden Brancheneintritten und einem Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften.
Angesichts dessen müssten die Unternehmen «in der Detailhandels- und Konsumgüterbranche innovative Wege in der Mitarbeitergewinnung und -bindung einschlagen».
Laut den Befragungen von Fuhrer & Hotz bei Top-Entscheidungsträgern aus der Branche sei hierbei die von Anerkennung und Wertschätzung geprägte Führungskultur zentral.
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