Revirement bei Calida: CEO Timo Schmidt-Eisenhart tritt zurück

Der Schritt wird mit persönlichen Gründen erklärt. Der frühere CEO Felix Sulzberger soll neuer VR-Präsident werden. Zum Verwaltungsrat stösst auch der Manor-CFO.

27.03.2023
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Timo Schmidt-Eisenhart, seit 2021 CEO der Calida Group | Bild: PD Calida
Die Calida Holding AG plant gewichtige Veränderungen an der Firmenspitze: Felix Sulzberger soll neuer VR-Präsident, Allan Kellenberger, Thomas Stöcklin und Eric Sibbern neue Mitglieder des Verwaltungsrats werden.
Gleichzeitig tritt der bisherige CEO Timo Schmidt-Eisenhart aus persönlichen Gründen zurück. Er wird aber die Geschäfte bis zur Regelung der Nachfolge und der Stabsübergabe weiterführen.
Schmidt-Eisenhart war 2021 von Napijri – wo er Schweiz-Chef gewesen war – zu Calida gestossen; davor hatte er als Head EMEA bei VF gearbeitet.

Die neuen Verwaltungsräte

  • Felix Sulzberger, einer der designierten neuen Verwaltungsräte, war zuvor bereits jahrelang CEO von Calida. Derzeit ist Sulzberger unter anderem Mitglied des Verwaltungsrates der Holy Fashion Group.
  • Allan Kellenberger soll als neuer Vertreter der Familie ins Gremium gewählt werden. In seiner Karriere war er unter anderem 2017 bis 2019 bei der Lafuma Group sowie für Tally Weijl tätig.
  • Thomas Stöcklin, Betriebsökonom und Wirtschaftsprüfer, ist seit Mitte 2018 Chief Financial Officer bei der Manor AG. Es ist aber auch eine Rückkehr: Vor dem Wechel zu Manor arbeitete Stöcklin als CFO von Calida.
An der Generalversammlung vom 19. April 2023 sollen neben den neu vorgeschlagenen VR-Mitgliedern auch die bisherigen «unabhängigen» Mitglieder Laurence Bourdon-Tracol, Patricia Gandji, Gregor Greber und Stefan Portmann zur Wiederwahl vorgeschlagen werden.
Im weiteren stellt sich der frühere CEO und Vertreter der Gründerfamilie Erich Kellenberger nicht mehr zur Verfügung, «um das Ruder innerhalb der Familie weiterzureichen». Zudem scheiden Hans-Kristian Hoejsgaard (9 Jahre im Verwaltungsrat, davon 3 Jahre als Präsident) und Lukas Morscher (4 Jahre) aus dem Verwaltungsrat aus.

Familie Kellenberger bleibt am Ruder

Begründet wird das Revirement in der Calida-Führung damit, dass die Besitzerfamilie Kellenberger sich entschieden habe, ihre Rolle als Ankeraktionärin beizubehalten und beabsichtige, «sich mittelfristig weiterhin an der Calida Group zu beteiligen». Zudem halte sie an der Strategie Accelerate 2026 fest.
Anfang März hatte Calida für das Betriebsjahr 2022 steigende Umsätze und weniger Gewinn ausgewiesen. Der ebenfalls abtretende CFO Sacha D. Gerber beurteilte das Geschäft als «robust» und wies darauf hin, dass Calidas Umsatz im letzten Jahr 28 Prozent über dem Niveau vor der Covid-Krise lag.
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