Schweizer haben 2,8 Mal mehr Kaufkraft als der Durschnittseuropäer

Im Schnitt hat ein Europäer über 17'000 Euro zur Verfügung. Gegenüber 2022 ist das verfügbare Nettoeinkommen um fast 6 Prozent gestiegen.

26.10.2023
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Dunkelroter Flecken mitten in Europa: Hier ist die Kaufkraft am höchsten | Bild: GfK (Ausschnitt)
Die Kaufkraft unterscheidet sich innerhalb Europas stark. Die Europäer, die am meisten Geld zur Verfügung haben, leben in den deutschsprachigen Ländern, im Benelux, in Irland, Island sowie im südlichen England. Die Pro-Kopf-Kaufkraft der Schweizer ist mit 49'592 Euro 2,8-mal so hoch wie die des Durchschnittseuropäers. Das hat das Marktforschungsergebnis GfK im Rahmen seiner Kaufkraft-Studie 2023 errechnet.
Zu den Ergebnissen
Einzig die Liechtensteiner überflügeln im Vergleich die Schweizer: Sie haben im Schnitt 68'843 Euro zur Verfügung, womit sie fast das Vierfache über dem europäischen Durchschnitt liegen. Auf die beiden Spitzenreiter folgt Luxemburg mit 40'931 Euro pro Kopf – womit sie auf mehr als das 2,3-Fache des Durchschnitts in Europa kommen.
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Kaufkraftverteilung in Europa | Quelle: GfK
Grösster Aufsteiger in der Rangliste der kaufkräftigsten Länder ist Irland. Die Iren haben seit 2022 vier Plätze gutgemacht und belegen Rang sechs mit 26'882 Euro pro Kopf. Damit liegen sie 52 Prozent über dem Durchschnitt in Europa. Die Topten-Länder insgesamt sind 47 Prozent wohlhabender als der Durchschnitteuropäer, was auf grosse Unterschiede auf dem Kontinent hinweist. Während die Regionen im Nordwesten generell über dem Durchschnitt von rund 17'000 Euro zu stehen kommen, liegt der Süden und Osten weitestgehend darunter.
Immerhin: Die Kaufkraft ist auf dem Kontinent innert eines Jahres insgesamt um nominal 5,8 Prozent gestiegen. Wie viel die Verbraucher jedoch für Ausgaben und zum Sparen tatsächlich zur Verfügung haben, unterscheide sich sehr von Land zu Land, so GfK, und hänge auch davon ab, wie sich die Konsumentenpreise 2023 entwickeln.
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