Schweizer Käse verkauft sich im Ausland schlechter

Der Export von Sbrinz, Appenzeller und Raclettekäse litt im ersten Halbjahr 2022 am meisten.

26.07.2022
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Hart- und Halbhartkäse machen mehr als 70 Prozent der Käseexporte aus | Bild von: Azzedine Rouichi on Unsplash
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Fast 3000 Tonnen Schweizer Käse wurden im ersten Halbjahr 2022 weniger exportiert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Insgesamt konnten noch 34'400 Tonnen ins Ausland verkauft werden.
Dies zeigen Zahlen, welche TSM Treuhand ermittelt hat; das Berner Unternehmen führt im Auftrag der Verwaltung und der Milchbranche die Datenbank über den Käsemarkt. Die Zahlen wurden zurst vom Branchenportals «Foodaktuell» veröffentlicht.
Gelitten haben vor allem der Hartkäse Sbrinz (minus 30 Prozent) sowie die Halbhartkäsesorten Appenzeller (minus 17,2) und Raclette (minus 15,6). Auch der Export von Fertigfondue ging um 13,5 Prozent zurück.

Gruyère und Emmentaler kamen mit Minuszahlen von 4,4 beziehungsweise 5,2 Prozent glimpflicher davon.
Am meisten Schweizer Käse importierten Deutschland, Italien und Frankreich. Die deutschen Nachbarn als wichtigste Abnehmer kauften 1206 Tonnen weniger Schweizer Käse als im Vorjahr ein: ein Minus von rund 8 Prozent.
Auch die Käseimporte fielen in der ersten Hälfte des Jahres, um 5,4 Prozent auf 37'400 Tonnen. Sie liegen damit gewichtsmässig rund 10 Prozent höher als die Exporte.
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