Spar-Läden und Avia-Tankstellen zeigen Werbespots

Nach TopPharm und MElectronics zieht der Werbescreen-Vermarkter Excom auch Spar an Land.

15.09.2022
letzte Aktualisierung: 20.06.2023
image
Spar-Bildschirm mit Ausverkaufswerbung | Bild: PD Excom Media
Der Point of Sale (POS) wird immer mehr zum Point of Advertising. Besonders erfolgreich im Retail-Media-Business ist das Zürcher Unternehmen Excom Media: Nach den 130 Filialen der TopPharm-Apothekenkette und 100 Standorten der Migros-Tochter MElectronics wird Excom in Zukunft auch 350 POS-Screens in 160 Spar-Filialen bespielen – genauer: in den Spar-Supermärkten und Filialen von TopCC, Spar Express und Spar Mini.
Dazu folgen nächstes Jahr die 100 Bildschirme in den Spar-Shops in Avia-Tankstellen. Bereits seit längerem im Portfolio von Excom Media sind die Bildkanäle der Apothekenketten Rotpunkt und MedBase.
«Wir kommen unserem Ziel, der grösste digitale Werbevermarkter am und um den POS zu werden, wieder einen Schritt näher», kommentiert Marc Goetti, CEO des Werbevermarkters, die Zusammenarbeit mit TopPharm.

Werbung, wo der Kunde hinschaut

Die Kundschaft kommt um die Werbebotschaften kaum mehr herum: Während bei MElectronics die TV-Bildschirme an den Verkaufswänden Werbung transportieren, sind es in Apotheken häufig auch Screens in Schaufenstern.
Bei Spar sind die Screens so platziert, «dass die dynamischen Werbespots aus den sonst statischen Regalumfeld markant hervortreten und das in unseren Hochfrequenzzonen», sagt Marco Zbinden, Head of Sales & Marketing bei Spar. Das sei «spannend für den nationalen und regionalen Werbemarkt, zu dem uns Excom Media nun den Zugang ermöglicht».

Obi vermarktet gesamten Customer Journey

Den Wert von Werbeausstrahlungen am POS hat der Do-it-Konzern Obi vor längerer Zeit erkannt. 2018 gründete er dazu die Tochter Obi First Media Group, die kürzlich die digitalen Medienkanäle in ihren Filialen auch für neue Markenpartner von ausserhalb des klassischen Do-it-yourself-Segments geöffnet hat, wie das Werbemagazin «Adzine» schreibt.
image
Retail-Media von Obi auf Tablet | Bild: PD Obi
Dabei stellt das Unternehmen nicht nur auf die Bildschirme am POS ab, sondern es sorgt für durchgehende Berieselung mit Werbebotschaften auf dem ganzen Customer Journey – «in individuellen Brand Shops, kundennah am POS, praxisorientiert in der heyOBI App und attraktiv im redaktionellen Umfeld», wie die Obi First Media Group schreibt.
Patricia Grundmann, Direktorin Retail Media der Obi First Media Group, sieht das Angebot als Teil der digitalen Transformation, deren Ziel es sei, die jünger werdende Kundschaft zu erreichen: «Wir sehen in einem wachsenden Retail-Media-Markt grosse Chancen für neue Zielgruppen und neue Markenpartner, die von unserer umfassenden Expertise und langjährigen Erfahrung profitieren werden.»

Starkes Wachstum erwartet

In den USA wird Retail Media laut Branchenberichten 2022 über 40 Milliarden Dollar Umsatz generieren (hier, hier). In zwei Jahren, so die Prognosen, sollen es über 60 Milliarden sein. In Europa lauten die entsprechenden Zahlen: 10 Milliarden Euro für 2022 und rund 18 Milliarden für 2024 (hier). Es gibt also noch Luft nach oben.
  • handel
  • marketing
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
1 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Auch interessant

image

Wie man beim Auffüllen der Regale massiv Zeit spart

Ein kleiner Trick erspart bis 90 Minuten Arbeitszeit pro Tag und pro Filiale. Sagt die belgische Retail-Kette Colruyt.

image

Pistor: Christophe Ackermann neu im Verwaltungsrat

Der Waadtländer ersetzt Nicolas Taillens, der nach 12 Jahren die Amtszeitbegrenzung erreicht hat.

image

Vegane Produkte: Sinkt der Preis, steigt der Absatz

Lidl Deutschland verbilligte die Vegi-Eigenmarke Vemondo auf Fleisch-Niveau – und verkaufte innert sechs Monaten über 30 Prozent mehr.

image

Migros sucht neue Werbeagentur

Mit der strategischen Neuausrichtung soll auch eine neue Dachmarken-Kommunikation entwickelt werden.

image

Zwei Preisvergleiche, unterschiedliche Resultate

Zeitschriften und TV-Sendungen im Dienste der Konsumenten lieben Preisvergleiche. Nicht immer kommen sie zum gleichen Resultat – und Coop ist nicht immer am teuersten.

image

Migros-Start-up Yuno: Tod in Raten

Das Mietportal für elektronische Devices ist laut MGB offiziell nicht eingestellt. Es schläft nur.