Sport-Fachhandel: 2021 war ein Rekordjahr

Noch einmal profitierten die Schweizer Sportartikel-Anbieter von der Corona-Situation. Die Umsätze stiegen um satte 14 Prozent.

16.05.2022
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silhouette of person in yoga post on top of cliff during sunset von: Dave Contreras on Unsplash
Der Schweizer Sportmarkt verzeichnete letztes Jahr eine zweistellige Wachstumssteigerung: Knapp zwei Milliarden Franken wurden mit Sportartikeln – ohne den Bike-Bereich – umgesetzt, 14 Prozent mehr als im Vorjahr.
Damit wurde ein Rekordniveau erreicht. Zum zweistelligen Umsatzplus trugen alle Bereiche bei: Hartware mit +11 Prozent, Schuhe mit +16 Prozent, Bekleidung mit +14 Prozent.
Dies meldet der Sportfachhandel-Verband Asmas. Die Branche habe davon profitiert, dass die pandemie-gebremste Bevölkerung auch 2021 weniger reiste und weniger Geld für Kultur, Nightlife oder Gastronomie ausgeben konnte.

«No-Bodyshaming»

«Dadurch blieb unter anderem auch mehr übrig für den Sportmarkt – und auch für Themen wie Draussen sein, Natur, Fitness, Gesundheit, gutes Körpergefühl und auch No-Bodyshaming», so die Mitteilung.
Positiv entwickelten sich insbesondere die Bereiche Outdoor, Fitness – und ferner Wintersport. Hier herrschte nach dem schwierigen Winter 2020/21 speziell Nachholbedarf. Im Weiteren habe auch der Bereich Fussball zugelegt.
GfK-Marktforscher Kurt Meister, der für die Asmas die Daten analysierte, weist nebenbei auf eine gestiegene Nachfrage bei sportiven, bequemen Schuhen hin: Damit nützte der Trend zum Homeoffice und zu legererer Alltags-Berufs-Kleidung indirekt ebenfalls dem Sporthandel.

2022 wird schwierig(er)

Rund 27 Prozent aller Sportartikel-Umsätze wurden letztes Jahr per Internet getätigt. Das Wachstum war mit 20 Prozent höher als im Gesamtmarkt, aber klar weniger hoch als noch im Vorjahr beziehungsweise Lockdownjahr 2020.
Fürs nächste Jahr gibt sich GfK-Experte Kurt Meister – auch nach Befragungen unter rund 60 Prozent der Marktteilnehmer – eher vorsichtig. Einerseits schaffen Lieferengpässe und die Inflation Probleme; andererseits sei es wahrscheinlich, dass gewisse Summen nun wieder verstärkt für Kultur oder Kulinarisches ausgegeben werden. Die Umsätze von 2021, so die Erwartung, dürften «in diesem Jahr schwerlich zu erreichen sein.»

Eine halbe Million Velos

Der Bike-Markt konnte letztes Jahr nicht ähnlich stark wachsen wie der Sportfach-Markt insgesamt. «Auf sehr hohem Niveau stabilisiert», so das Urteil von GfK beziehungsweise Asmas. Insgesamt wurden rund 500'000 Velos verkauft – ein Wert, der knapp unter Vorjahr lag. Eine Erklärung dafür bieten die Lieferengpässe.

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