Fleischersatz: Potential noch nicht ausgeschöpft

Die meisten Konsumenten von Fleischersatzprodukten sind gebildet, berufstätig und finanziell gut ausgestattet. Und: Etwa ein Sechstel der Zielgruppe hat noch nie so etwas gegessen.

17.01.2024
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Die Akzeptanz von fleischlosen Ersatzprodukten ist ein Dauerthema. Bild: ZVG
Das deutsche Marktforschungsinstitut Splendid Research hat über ein Onlinepanel rund 1500 Personen zum Thema Fleischersatzprodukte befragt. Dabei wollte das Institut herausfinden, wie die Konsumenten grundsätzlich dazu stehen und welche Marken sie bevorzugen.
Eine Antwort: Obwohl fleischlose Produkte in den letzen zehn Jahren Aufwind verspürten, wollen 23 Prozent der Deutschen nicht auf Fleisch verzichten.
Dabei erfüllen sich auch wieder einige Klischees in der Studie: Sie zeigt auf, dass Leute, die «fleischloses Fleisch» konsumieren, jünger als 50 Jahre alt sind und überwiegend weiblich. Darüber hinaus seien sie gut gebildet, berufstätig und verfügen über genügend Einkommen.
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Die Studie kommt aber auch zum Schluss, dass das Potenzial für Fleischersatzprodukte noch nicht ausgeschöpft ist. Denn knapp ein Sechstel der erwähnten Zielgruppe hat noch nie ein solches Produkt konsumiert, kann es sich aber durchaus vorstellen.
Mit diesen potenziellen Käufer müsse die Kommunikation der Hersteller aufgenommen werden, raten die Studienautoren.

Ein Hoch auf die Erbse

Bei der Produktauswahl seien nicht nur der Preis und die Qualität entscheidend, sondern auch die Proteinquelle spielt eine relevante Rolle. So bevorzugen rund 60 Prozent der Konsumenten Erbsenprotein als Quelle.
Die wichtigsten Gründe für den Kauf solcher Burger und Schnitzel sei der Entscheid, bewusst einen Ersatz von Fleisch- und Wurstwaren zu wählen. Der Gesundheitsaspekt ist ebenfalls wichtig, ferner auch die Neugier, mal auszuprobieren, wie diese Produkt schmecken. Dabei geben die Konsumenten im Durchschnitt 28,50 Euro für alternative Fleischprodukte aus.
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