Wo Transgourmet mit Turbo-Tempo unterwegs ist

In Spanien eröffnet die Coop-Tochter derzeit alle paar Tage einen neuen Laden. Das Prinzip: «Der Supermarkt von nebenan».

6.05.2022
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Ambitionierte Coop-Tochter: Suma-Supermarkt in Madrid.
Es war ein grosser Schritt: Anfang Mai 2021 stieg Coop in den spanischen Gastro-Markt ein. Oder genauer: Transgourmet, die Grosshandels-Tochter der Basler, übernahm GM Food in Katalonien – ein Cash&Carry-Unternehmen, das in Spanien über 70 Grossmärkte mit angeschlossener Belieferung betreibt; und das zudem als Zulieferer für rund 800 Detailhandels-Geschäfte der Marken Suma, Proxim und Spar dient, ferner für mehr als 2'500 weitere Einzelhandels-Filialen.
GM Food, so die Zahlen damals, beschäftigte 2'400 Menschen und erzielte Nettoerlöse im Bereich von gut 1 Milliarde Euro.
Ein Jahr später wird deutlich, dass dies wirklich erst ein Anfang war: 87 spanische Spar-, Suma- oder Proxim-Geschäfte eröffnete Transgourmet im gesamten Jahr 2021. Und in den letzten Monaten setzte der Konzern das sportliche Expansionstempo fort: Von Januar bis April feierte die Coop-Tochter die Eröffnung von 19 Supermärkten.
Alleine im vergangenen Monat gingen 8 neue Läden der Marken Suma und Proxim auf – drei in Katalonien, zwei auf Mallorca und je eine in Andalusien, Valencia sowie auf Lanzarote.

Geschmack je nach Quartier

Die Absichten waren schon vor einem Jahr erkennbar: «Transgourmet erwirbt mit GM Food ein Unternehmen mit Wachstumspotential», kommentierte Coop den Schritt auf die iberische Halbinsel damals. Auch stärke Transgourmet durch die Übernahme «ihre Position im europäischen Belieferungs- und Abholgrosshandel weiter».
Die neu lancierten Geschäfte folgen einem «modelo de supermercado de proximidad», so das Wording, also der Idee eines Supermarkts von nebenan: Sie wollen sich dadurch auszeichnen, dass die Produktauswahl ständig anders daherkommt – je nach Vorlieben und Gewohnheiten jeder Wohnzone.
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