Auch Oatly meldet enttäuschende Umsätze

Die Verkäufe des Hafermilch-Marktführers gingen vor allem in Europa zurück.

15.11.2022
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Klimabewusst: Imagebild von Oatly  |  Bild: PD
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Die Neo-Food-Anbieter haben derzeit eine trübe Zeit. Jetzt, wo in vielen Ländern alles teurer wird, werden die Menschen nicht nur sparsamer, sondern sie zeigen sich dabei auch weniger wagemutig. Nicht nur die Bio-Händler melden sinkende Umsätze, sondern auch Kunstfleisch- und Vegan-Entwickler haben an Attraktivität verloren.
So meldete Beyond Meat am letzten Donnerstag enttäuschende Umsätze fürs dritte Quartal 2022 – im Vergleich zum Vorjahr gingen die Verkäufe um 22 Prozent zurück. Und nun, an diesem Montag, folgte der Hafermilch-Spezialist Oatly.
Zwar konnte der Veganhersteller die Umsätze im Zeitraum Juli bis September um 7 Prozent steigern; doch damit lagen die Zahlen massiv unter den Erwartungen. In Nordamerika verlief das Wachstum noch recht solide (+23 Prozent), doch in Europa sackten die Verkäufe der diversen Oatly-Hafermilchprodukte um 5,5 Prozent ab.
Und so mussten auch die Erwartungen fürs Gesamtjahr zurückgeschraubt werden: Das Oatly-Management unter CEO Toni Petersson erwartet nun, dass man 2022 insgesamt Güter für 755 bis 775 Millionen Dollar absetzen kann. Im Sommer war noch von bis zu 865 Millionen die Rede gewesen.
Eine Folge: An der Börse brachen die Kurse der schwedischen Firma um über 10 Prozent ein.

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