Barry Callebaut verkauft leicht mehr Schokolade, spürt aber Währungs- und Inflations-Druck

Der Umsatz nahm mit 6,2 Prozent stärker zu als das Volumen. Der starke Franken machte dem Schoggi-Konzern zu schaffen.

24.01.2024
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Ein Lkw von Barry Callebaut in Belgien  |  Bild: PD
Der grösste Schokoladenhersteller der Welt hat im ersten Viertel des Geschäftsjahres 2023/24 rund 581’000 Tonnen Schokolade verkauft. Das sind 0,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz stieg um 6,2 Prozent auf 2,24 Milliarden Franken – der starke Schweizer Franken drückte aber auf die Zahlen. In Lokalwährung wäre der Umsatz um 14,1 Prozent gewachsen.
Wie auch bei anderen Produzenten (siehe hier) konnte das Wachstum aber nur durch höhere Preise erreicht werden: Barry Callebaut höhere Rohstoffkosten möglichst an die Kunden weiter. Sowohl die Preise für Kakaobohnen (wegen einer geringen Erne) als auch der Zuckerpreis lagen deutlich über dem Vorjahres-Niveau.

Ausbau von Eigenmarken bei Detailhändlern hilft

Barry Callebaut wuchs im letzten Quartal vor allem in Westeuropa, wobei auch dort die Zurückhaltung der FMCG-Endkunden spürbar gewesen sei, wie das Unternehmen schreibt.
Die Sparsamkeit der Leute führte dazu, dass der Zürcher Schokoladenproduzent weniger Masse für die Veredelung oder den Finish von Snacks liefern konnte. Hingegen profitierte Barry Callebaut vom Ausbau der Eigenmarken bei Detailhändlern.
Der nordamerikanische Markt, der rund einen Viertel des Konzernumsatzes ausmacht, sank hingegen um vier Prozent ab. Auch in den Regionen Lateinamerika und Asien sowie Nahost und Afrika reduzierte sich das Volumen.

Restrukturierung sollte Wirkung zeigen

Für das Gesamtjahr gibt sich Barry Callebaut-CEO Peter Feld aber optimistisch: Das Restrukturierungsprogramms sollte nun Wirkung zeigen (mehr dazu hier).
«Wir haben unser neues Betriebsmodell eingeführt, das neue Führungsteam ist ernannt und die Mehrheit der geplanten Massnahmen wurde bereits eingeleitet», sagt er.
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