Coca-Cola: Ein Getränkekonzern macht auf Hollywood

Blockbuster-Regisseure, Oscar-Schauspieler, 15 Minuten Dauer: Der FMCG-Riese stellte Werbespots der besonderen Art auf Amazon und Youtube. Ein Hinweis, dass Coke ins Filmgeschäft einsteigen will?

26.12.2023
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Die Cola-Flasche ist Teil des Plots: Bild: Screenshot
Coca-Cola war schon immer bekannt für ihr Weihnachtsmarketing. Doch dieses Jahr waren grosse Hollywood-Namen für die «Santa Stories» mit an Bord.
Der Getränkekonzern aus Atlanta hat gleich zwei aufwändig gemachte Kurzfilme produziert. Damit will man nicht in erster Linie den Verkauf der Getränke beeinflussen – sondern Coca-Cola möchte in Zusammenarbeit mit Amazon testen, wie er durch solche Filme die Wahrnehmung der Marke ändern kann: So erklärt es «Business Insider».
Dafür engagierte Coca-Cola den Regisseur Steven Caple Jr., der auch den Film «Creed» gemacht hat, sowie den von «Jurassic World» bekannten Regisseur Bryce Dallas. Das Kinoflair in den beiden Kurzfilmen kommt klar zur Geltung.

Oscar-Preisträger dabei

Auch die Besetzung kann sich sehen lassen: Oscar-Preisträgerin Octavia Spencer («The Help») spielt die Hauptrolle in dem Film «Ho Ho Heist». Der Film ist als ein Thriller angelegt.
Der erste Kurzfilm von Coca-Cola, «Ho Ho Heist»
Der Film führt den Santa Claus auch in ein unerwartetes Genre ein: Die Cola-Produktplatzierung dreht sich in den ersten Minuten um eine Flasche, die einen Alarm auslöst. Beim zweiten Film, «The Note», spielt der irische Schauspieler Colm Meaney («Three Day Millionaire», «Star Trek: Deep Space Nine») die Hauptrolle.
Colm Meaney im zweiten Film von Coca-Cola

Kommt es zu einem Barbie-Effekt?

Coca-Cola spricht nicht von Produktplatzierung – sondern die ikonischen Flaschen seien einfach Teil des Storytellings, so der Getränkehersteller in einer Mitteilung. Dabei sei es ein Unterschied, ob man einen Star in einem Werbeclip platziert oder wirklich einen Film mit ihm macht, kommentiert das Portal «Media Post».
Die Kampagne sei auch Teil des Teamworks von Coca-Cola mit Amazon. Sie ziele darauf ab, durch die Zusammenarbeit mit der Hollywood-Community das Storytelling der Marke zu verbessern.
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