Coop steigert Summe der Personalvergütungen 2023 um 3 Prozent

Die Lohnsumme selber steigt um 2 Prozent – bei tieferen Löhnen generell, bei Gehältern über 4'500 Franken individuell.

14.11.2022
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Plus 9 Prozent seit 2013: Coop-Angestellte in der Hausbäckerei eines Supermarkte  |  Bild: PD
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Die Steigerung der Personalvergütungen um 3 Prozent bei der Coop-Gruppe birgt diverse Sub-Aspekte:
  • Wer weniger als 4'500 Franken pro Monat verdient, erhält eine Lohnerhöhung von 2 Prozent.
  • Höhere Gehälter werden individuell angepasst; für diesen Schritt stellt die Genossenschaft ebenfalls 2 Prozent der entsprechenden Lohnsumme zur Verfügung.
  • Schliesslich erhalten alle Angestellten einen Einkaufsgutschein; der Wert hängt ab vom Arbeitspensum und beträgt maximal 800 Franken.
Auf dieses Paket haben sich Coop und der Verein der Angestellten Coop (VdAC) geeinigt.
Wie das Unternehmen bei dieser Gelegenheit mitteilt, hat Coop die Löhne innerhalb der Genossenschaft seit 2013 – also innert zehn Jahren – um fast 9 Prozent erhöht.
Im letzten Jahr betrug die Steigerung der Lohnsumme bei Coop 0,8 Prozent.

Leicht über den Erwartungen

Die «NZZ am Sonntag» bemerkte gestern, dass sowohl Coop als auch die Migros die Ergebnisse der Lohnverhandlungen in anderen Jahren früher vermeldet hatten. In der aktuellen Zeit höherer Teuerung verlaufen die Gespräche offenbar schwieriger.
Das Problem: Die Detailhändler spüren die höheren Einkaufs-, Energie- und Logistikkosten. Auf der anderen Seite spüren ihre Angestellten die höheren Lebenshaltungskosten.
Und angesichts des Arbeits- und Fachkräftemangels verlangen sie sogar höhere Reallöhne. Zum Beispiel stieg Gewerkschaft Syna im August mit der Forderung in die Lohnrunde, dass die Reallöhne im Detailhandel um 2 Prozent steigen sollten.
Insgesamt allerdings drohen den Angestellten im Detailhandel wohl reale Lohneinbussen. In diese Richtung deutete jüngst eine Erhebung der ETH-Konjunkturforschungsstelle Kof. In ihrem regelmässigen Survey unter 4'500 Schweizer Firmenchefs fragten die Kof-Forscher im Juli auch nach den Prognosen zu Löhnen und Inflation.
Resultat: Im Detailhandel erwarten die Unternehmen, dass die Bruttolöhne im kommenden Jahr um 1,6 Prozent steigen.
Das Coop-Ergebnis liegt nun einen kleinen Tick über diesen Erwartungen.
Ein anderer Vergleich: Die Jahresinflation 2022 dürfte um 3 Prozent liegen; und laut der Sammelprognose der Kof rechnen die Experten für nächstes Jahr mit einer Schweizer Teuerung von 2,2 Prozent. —





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