Decathlon wird zu Nolhtaced – um Reverse-Shopping zu bewerben

Der Sportartikelhändler kehrt in Belgien seinen Namen um. Damit macht er Werbung für einen Monat, in dem die Filialen gebrauchte Artikel zurückkaufen.

12.10.2022
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Gute Werbung für eine gute Sache | Bild: PD Decathlon
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Decathlon Belgien ändert seinen Namen in Nolhtaced (sprich: Noltakket) – zumindest für einen Monat. Denn in dieser Zeit können Kunden dort «umgekehrt einkaufen», wie das Handelsunternehmen schreibt. «Reverse Shopping» nennt sich das.
Die Kundschaft kann ihre alten oder ungebrauchten Sportgeräte in die Filialen von Decathlon bringen – auch wenn sie nicht dort erworben worden waren. Diese werden geflickt und günstig wiederum verkauft – an «weniger wohlhabende Verbraucher», wie Decathlon ausführt. Für die unbenutzten Geräte erhalten die Kunden Gutscheine, die in den folgenden zwei Jahren für Einkäufe oder Mieten eingelöst werden können.
  • Zum Thema: Neues Modell: Sportartikel abonnieren statt kaufen
Decathlon Belgien hat vor zwei Monaten bereits ein Abo-System für die Miete von Artikeln aus dem gesamten Sortiment gestartet. Die Ländergesellschaft des französischen Handelsriesen geht mit dem neuen Angebot noch einen Schritt weiter, «um nachhaltig zu wachsen» und will dazu «voll auf unseren Rückkaufservice, unser Second-Hand-Angebot, die Vermietung und die Reparatur» setzen, wie es in der Medienmitteilung heisst.
Decathlon unterstützt Lehrstuhl für Ökodesign
Der französische Sporthändler Decathlon, der zum Leclerc-Konzern gehört, richtet an der Ecole des Arts Décoratifs in Paris eine Professur für «Ecodesgin» ein. Dieser soll «nachhaltige Lösungen für die ökologischen Herausforderungen in den Bereichen Freizeit, Sport und Care hervorbringen». Vorerst ist die Finanzierung des Lehrstuhls bis ins Jahr 2025 gewährleistet.

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