Der Schweizer Onlinehandel wuchs bis September um 4 Prozent

Laut dem GfK Markt Monitor ist der Schweizer Detailhandel in den ersten drei Semestern insgesamt um 1,4 Prozent gewachsen – dank den Bereichen Food/Nearfood.

7.11.2023
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Das Segment Food/Nearfood legte von Januar bis September um fast 4 Prozent zu | Bild von: on Unsplash
Der GfK Markt Monitor für den Schweizer Detailhandel weist per Ende September 2023 ein Plus von 1.4 Prozentgegenüber den ersten drei Quartalen des Vorjahres aus. Zugelegt haben die Segmente Food/Nearfood mit 3,7 Prozent. Der Bereich Nonfood entwickelte sich hingegen rückläufig mit einem Minus von 1,9 Prozent.
Gleichzeitig zeigt der Onlinehandel mit fast 4 Prozent ein starkes Wachstum. Der stationäre Handel tritt dagegen auf der Stelle. Die Teuerung war mit 1,7 Prozent per Ende September Haupttreiberin für die höheren Umsätze.
Die GfK-Analysten machen eine «stark unterdurchschnittliche Konsumentenstimmung, ein bewussteres und zurückhaltendes Einkaufsverhalten sowie der Trend hin zu Refurbished Produkten und Secondhand-Artikeln» verantwortlich für die flauen Umsätze im Schweizer Detailhandel.
Unerfreulich sind die Marktzahlen für den Bereich Nonfood:

Freizeit

Der Handel mit Reiseaccessoires erreicht Ende September wieder das Niveau von vor der Pandemie. Sportausrüstungen verharren auf dem hohen Niveau von 2022. Spielwaren verlaufen rückläufig.

Mode

Die Entwicklung zeigt einen Abwärtstrend. Die Erholung stagniert und das Niveau von 2019 ist bei weitem nicht erreicht. Im dritten Quartal bremste das warme Wetter die Shoppinglust zusätzlich.

Haushalt/Wohnen

Dieser Sektor verzeichnet per Ende September 2023 ebenfalls einen Rückgang; einzig Kochgeschirr und Gartenausstattung erzielten Zuwächse.

Heimelektronik

Gegenwärtig befinde sich die Branche in der Normalisierungsphase nach der Covid-Periode und weise in allen Kategorien im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang auf. Gegenüber 2019 jedoch ist der Gesamtumsatz aber dank den Sparten Telekom und Haushaltkleingeräten gewachsen.

Do-It-Yourself

Das Segment weist von Januar bis September in den meisten Bereichen rückläufige Verkäufe aus. Dafür verantwortlich seien die im Spätsommer/Herbst 2022 getätigten Vorratseinkäufe.
Pessimistischere Prognose für 2024
Für das kommende Jahr prognostiziert der Markt Monitor Schweiz von GfK ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) in der Höhe von 1,2 Prozent. Das sei über die Jahre betrachtet eine unterdurchschnittliche Entwicklung. Im vergangenen Juni hatten die Marktforscher von GfK noch mit einem Wachstum von 1,5 Prozent für 2024 gerechnet.

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