Zalando überholt Digitec: Die grössten Online-Shops der Schweiz

Die Grossen haben eine gute Zeit, hinten wird's schwieriger: Im E-Commerce gibt es weiterhin Konzentrations-Tendenzen.

14.07.2022
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Zunehmend ein «Chleiderchäschtli» der Schweiz: Screenshot aus dem Spot von Zalando zum 10-Jahres-Jubiläum des Starts in der Schweiz.
Welche Schweizer Online-Shops verkaufen am meisten? Die massgeblichen Daten und Schätzungen dazu veröffentlicht jeweils die Digital-Beratungsagentur Carpathia – inzwischen ist das helvetische E-Commerce-Ranking im sechsten Jahr.
Die Auswertung der Daten 2021 zeigt, dass der Berliner Kleiderhändler Zalando im Schweiz-Geschäft deutlich zulegen konnte – was ihn auf Platz 1 vor Digitec brachte. Rechnet man allerdings die Galaxus-Verkäufe dazu, so bleibt die Migros-E-Warenhaus-Tochter die Nummer eins.
Das Ranking fusst teils auf veröffentlichten Angaben, teils auf Schätzungen der Carpathia-Experten.
Diese haben weiter errechnet, dass die 30 umsatzstärksten Onlinehändler im letzten Jahr 64 Prozent des gesamten Onlinehandelsumsatzes von 14,4 Milliarden Franken erzielen. Und dass die grossen Fünf – von Zalando bis Brack – im letzten Jahr 33 Prozent des Marktes abdeckten. Das heisst auch, dass der Anteil der Big Players in den letzten Jahren leicht gestiegen ist.
Der Food-Sektor machte immer noch nicht mit steilem Wachstum auf sich aufmerksam. Auf der anderen Seite legten die Non-Food-Spezialisten Ikea (+185 Prozent), Galaxus (+180 Prozent), und H&M (+113 Prozent) über die beiden Coronajahre gesehen am stärksten zu.
En detail fällt denn auch auf, dass die Wachstumsraten der «unteren Tabellenhälfte» durch die Pandemie-Phase hindurch tendenziell schwächer waren. Allerdings prägen Spezialsituationen das Bild: Aliexpress wurde durch politische Dämpfer und durch Chinas lähmende Covid-Politik besonders in Mitleidenschaft gezogen. Und auch bei Zur Rose zeigt sich die starke Abhängigkeit von der Regulierung.


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