H&M darf wieder auf Alibaba-Marktplatz verkaufen

Der schwedische Textilkonzern wurde von China gegängelt, nachdem er auf Menschenrechtsprobleme im Land hingewiesen hatte.

17.08.2022
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H&M-Werbung in Schanghai | Bild: John Meckley/Flickr CreativeCommons
Nach eineinhalb Jahren legt sich der von den chinesischen Behörden entfachte Sturm gegen H&M allmählich. Jetzt dürfen die Schweden wieder auf dem Online-Marktplatz Tmall verkaufen, der 14 Millionen Kunden aufweist und zum Alibaba-Konzern gehört. Das melden mehrere Nachrichtenagenturen.
H&M hatte vor zwei Jahren verkündet, keine Baumwolle aus der autonomen Region Xinjiang zu beziehen, da dort Mitglieder der ethnischen Minderheit der Uiguren zu Sklavenarbeit gezwungen würden. Darauf trat die chinesische Regierung eine orchestrierte Imagekamapagne gegen den schwedischen Textilhändler los. Von den wichtigen Verkaufsplattformen des Konzerns Alibaba wurde H&M entfernt.

H&M liefert Bekenntnis

Wie die Branchenplattform «Fashion United» berichtet, musste H&M gegenüber Peking mit einem Bekenntnis zum chinesischen Markt zu Kreuze kriechen: «China ist ein sehr wichtiger Markt für uns und unser langfristiges Engagement für das Land bleibt stark.»
H&M konnte in den letzten 18 Monaten weiter über seine eigene Website oder die App WeChat verkaufen.
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