Migros-Tochter Tegut verlegt Teo-Läden in Gebäude

Zwei der dreissig 24/7-Filialen befinden sich heute in Bahnhöfen. Nun will der deutsche Detailhändler die Zahl der Indoor-Standorte ausweiten.

29.10.2023
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Diese Teo-Filiale von Tegut steht im Mannheimer Hauptbahnhof | Bild: PD Tegut
Die deutsche Migros-Tochter Tegut zählt heute in Baden-Würtemberg und Bayern 30 Standorte ihrer Rund-um-die-Uhr-Filiale Teo. Die flotten Holzcontainer ohne Bedienung und mit knapp 1'000 Produkten des täglichen Bedarfs stehen inzwischen nicht mehr nur in ländlichen Gebieten oder Agglomerationen, wie es das ursprüngliche Konzept vorsah. Zwei Teos befinden sich in zentralster städtischer Lage: in den Hauptbahnhöfen von Aschaffenburg und Mannheim nämlich.
Dort funkionieren sie wie herkömmliche 24-Stunden-Shops – mit Self-Scanning, Kartenbezahlung und -zugang etwa. Allerdings stehen sie nicht für sich in der Landschaft, sondern sind als «Indoor»-Filialen in Bestandsflächen von Gebäuden integriert.
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Teo-Filiale im deutschen Gläserzell | Bild: PD Tegut
Bisher – so Tegut-Chef Thomas Gutberlet vor fünf Monaten – verdiente das Unternehmen kein Geld mit den Miniläden. Dennoch möchte er weitere Standorte erschliessen. Und Innenstädte gehören offensichtlich dazu: Die «Indoor»-Teos, die in bestehende Gebäude eingebaut werden, versprechen mehr Kundschaft.
In der aktuellen Medieninformation zitiert wird Tobias Boppré, Leiter Vertrieb Commercial Regionalbereich Südwest bei der Deutschen Bahn: Angebote wie Teo im Mannheimer Hauptbahnhof würden dazu beitragen, den knapp 100'000 Kunden und «Reisenden im Bahnhof, aber auch den Menschen in der Stadt, ein gutes Angebot zu unterbreiten».
Teo wandelt sich also vom schmucken Landei zum eingebauten urbanen Convenience-Anbieter, der dort seine Türen öffnet, wo viel Betrieb herrscht: an Verkehrknotenpunkten und Stadtzentren.
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