Umfrage: 7 von 10 Schweizern nutzen Pay-Apps

Laut einer Studie der Schweizerischen Nationalbank hat deren Nutzung zwischen 2020 bis 2022 um 20 Prozentpunkte zugenommen.

1.06.2023
image
Twint-Einsatz beim Parkieren | Bild: Youtube / Twint (Screenshot)
Während die Verbreitung von Bargeld und Zahlkarten in der Bevölkerung zwischen 2020 und 2022 konstant hoch blieb, wurde beim Besitz von Bezahl-Apps ein starker Anstieg um mehr als 20 Prozentpunkte auf 68 Prozent verzeichnet. Das ist eines der Ergebnisse der neuesten «Zahlungsmittelumfrage bei Privatpersonen in der Schweiz» der Schweizerischen Nationalbank. Dazu wurden im Herbst 2022 2000 Personen mit Wohnsitz in der Schweiz in Interviews befragt.
Zu den Resultaten
Bargeld ist immer noch die Nummer 1 der Zahlungsmittel der Schweizer. Die Befragten geben zu 96 Prozent an, Bargeld im Portemonnaie oder zu Hause für alltägliche Ausgaben zu halten. Sie besitzen darüberhinaus im Durchschnitt vier unterschiedliche bargeldlose Zahlungsinstrumente. 93 Prozent der Befragten besitzen eine Debitkarte (2020: 92 Prozent) und 76 Prozent eine Kreditkarte (2020: 78 Prozent).
image
Sinkender Bargeldbestand bei den Schweizern | Quelle: SNB
Gemessen am Transaktionswert der alltäglichen Zahlungen liegt allerdings die Debitkarte vorne: Ihr Wertanteil blieb mit 33 Prozent unverändert hoch, während der von Bargeld mit 20 Prozent leicht gesunken ist (2020: 24 Prozent). Auch hier steigern die Bezahl-Apps ihre Bedeutung: Mit 8 Prozent hat sich ihr Wertanteil zwischen 2020 und 2022 verdoppelt.
image
Hoher Anteil von bargeldlosen Zahlungsinstrumenten im Besitz der Befragten | Quelle: SNB
Bargeld wird von den Befragten mit 36 Prozent der Transaktionen nur noch halb so häufig wie 2017 eingesetzt, gehört aber immer noch zu den am meisten eingesetzten Zahlungsmitteln bei alltäglichen Zahlungen. Die Nationalbank konstatiert allerdings, dass sich der Rückgang der Bargeldnutzung in den letzten drei Jahren stark verlangsamt hat.
Die Nutzungsanteile von Debit- und Kreditkarten (33 Prozent respektive 13 Prozent) sei sehr stabil geblieben. Die Zahlkarten werden bei «nahezu jeder zweiten alltäglichen Transaktion eingesetzt, in den häufigsten Fällen unter Anwendung der Kontaktlos-Funktion (75 Prozent)». Bezahl-Apps wiederum haben ihren Transaktionsanteil deutlich von 5 im Jahr 2020 auf 11 Prozent gesteigert. Bezahl-Apps würden dabei je nach Anwendungsfall sowohl Bargeld als auch bargeldlose Zahlungsmittel ersetzen.
  • handel
  • e-commerce
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
1 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Auch interessant

image

Lidl Schweiz: Neuer Immobilienchef

Tobias Eggli folgt als Chief Real Estate Officer auf Reto Ruch.

image

Noch ein Amt für Hansueli Loosli

Der ehemalige Coop- und Swisscom-Präsident geht in den Aufsichtsrat von Spar Österreich.

image

Denner testet Reinigungs-Roboter

Mehr Frischwaren heisst mehr Hygiene-Anforderungen – und da sollen Hilfs-Roboter aus China nun etwas entlasten.

image

Wie man beim Auffüllen der Regale massiv Zeit spart

Ein kleiner Trick erspart bis 90 Minuten Arbeitszeit pro Tag und pro Filiale. Sagt die belgische Retail-Kette Colruyt.

image

Betrug beim Kauf auf Rechung im B2B

Die Masche ist bekannt: Private bestellen Ware – und zahlen nicht. Und Online-Händler verlangen Vorauszahlung – und liefern nicht. Nun mehren sich jedoch Klagen über Rechnungs-Betrug unter Firmen.

image

Pistor: Christophe Ackermann neu im Verwaltungsrat

Der Waadtländer ersetzt Nicolas Taillens, der nach 12 Jahren die Amtszeitbegrenzung erreicht hat.