«Store of the Future»: Das hier ist ein Kleidergeschäft

Der Zara-Mutterkonzern Inditex entwickelt mit einer Nebenmarke neue Shops. Sie bringen analoge und digitale Welt nochmals enger zusammen.

4.11.2022
letzte Aktualisierung: 27.01.2024
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Kassenbereich des Lefties-«Store of the Future» im Einkaufszentrum Diagonal Mar, Barcelona  |  Alle Bilder: PD
Der spanische Moderiese Inditex führt neben bekannten Brands wie Zara, Massimo Dutti oder Pull & Bear auch (diskreter) Lefties; der Name ist hierzulande völlig unbekannt. Die Marke zeigt sich vor allem im Nahen Osten, ferner in Spanien, Portugal und Andorra.
Und dort erwies sich Lefties bislang vor allem als Günstiganbieter. Lange hatte die Firma nicht mal ein eigenes Online-Geschäft.
Nun aber will Inditex das randständige Töchterchen offenbar verstärkt für Zukunfts-Tests nutzen. Seit Ende 2020 wird das E-Commerce-Geschäft ausgebaut; die Produkte wurden ökologischer, organischer und diskreter – quasi weniger à la Chicorée, mehr à la Uniqlo.
Und mit grossen, in blendendem Weiss gehaltenen Flagship Stores macht sich Lefties im Heimatland Spanien breit und breiter.
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Eingangsbereich
Der eigentliche «Store of the Future» wurde im letzten Herbst in Barcelona lanciert – um anzudeuten, wo Inditex die Zukunft des stationären Modehandels sieht.
Das Geschäft beansprucht 1'900 Quadratmeter, ist hochtechnologisch und hat auch äusserlich etwas von einem Fulfillment Center. Der Wandel vom klassischen Store zum Digitalshop drückt sich in diversen Details aus:
  • Die Kleider können am Screens bestellt und zur Umkleidekabine ausgeliefert werden.
  • Bei den Kabinen sorgen Sensoren dafür, dass die Nummer beim Betreten von grün auf rot wechselt.
  • Wenn das Kleidungsstück nicht passt, kann man es in jeder Kabine einfach über eine Klappe zurückgeben. Von dort gelangt es automatisiert in einen Bereich, wo Angestellte die Stücke gleich wieder zusammenlegen und neu aufbereiten.
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Zone für Änderungen und individuelle Anpassungen.
Und weiter: Mit einer roboterbasierten Click-&-Collect-Station richtet sich der Store auch an reine Online-Kunden. Die Station fungiert auch als Retouren-Terminal.
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Click & Collect-Station
Wenn man einen Artikel in die Kabine nimmt oder am Ende erwirbt, verschwindet er (dank RFID-Preisschildern) aus dem digitalen Warenkorb.
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Zonen für Sportmode und Wäsche
In einer «Customization Zone» können Produkte personalisiert werden, beispielsweise indem man gewisse Sticker montieren oder Änderungen anbringen lässt.
Die Kassenzone richtet sich primär an Selfcheckout-Kunden. Bezahlt werden kann auch via App oder mit Easy Pay.
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Die Cafeteria.
Zum Geschäft gehört zudem eine Cafeteria sowie diverse Wasserspender. Erwähnt werden muss, dass sich die Marke (und der Store) stark an ein sehr junges Publikum richtet. Was sich auch darin ausdrückt, dass beim Eingang abschliessbare Stellplätze für E-Scooter montiert sind.
TV-Beitrag zur Eröffnung des Lefties-«Store of the Future» in Barcelona.

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