These: Nun geht es schnell mit der Reorganisation der Migros-Supermärkte

Die Wahl von Mario Irminger zum MGB-Chef gilt auch als Schritt zur konzerninternen Entspannung.

6.02.2023
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Amtsantritt im Mai 2023: Mario Irminger, designierter Präsident der Generaldirektion des MGB  |  PD
Die Kür von Mario Irminger zum neuen Chef der MGB-Generaldirektion ist weiterhin Spekulationsstoff. Dabei lautet die Kernfrage für die Sonntagspresse: Was bedeutet das fürs Supermarkt-Geschäft? Denn hier findet sich bekanntlich die Haupt-Baustelle des Migros-Konzerns.
«Das Signal, das die Migros ­aussendet, ist deutlich. Sie will im Kerngeschäft, dem genossenschaftlichen Detailhandel, zu alter Stärke zurück», interpretiert die «NZZ am Sonntag»: «Bei Irmingers Vorgänger, der das Unternehmen nach nur fünf Jahren an der Spitze verlassen wird, waren die Vorzeichen noch anders. Der feingeistige und kunstaffine Fabrice Zumbrunnen trat an, um die Migros ausserhalb der Supermärkte weiterzuentwickeln. Er tat dies im Glauben, dass die ­Riesengenossenschaft mit ihren Läden an eine Decke gestossen ist. Warum also nicht einmal etwas Neues wagen?»
Fast in dieselbe Richtung deutet die «Sonntagszeitung» die Ernennung des Denner-Chefs: «Die mächtigen Leiter der zehn Migros-Genossenschaften, die zum Gremium gehören, das Irminger gewählt hat, sehen offenbar ein: Die Migros braucht mehr von der Denner-DNA.»

«Mario wird unterstützen»

Dass das Food-Markt-Geschäft in eine eigene Organisation soll (womit auch die Regionalgenossenschaften und ihre Fürsten an Einfluss verlören) — dies war seit Mitte November bekannt.
Mit der Wahl von Mario Irminger werde nun neuer Schwung ins Projekt kommen, so die Vermutung. Die «NZZ am Sonntag» zitiert dazu einen «hochrangigen Migros-Vertreter, der namentlich nicht genannt werden möchte» – und zwar mit der Aussage: Es sei nur noch eine Sache von Wochen, bis die neue Struktur stehe.
«In den Genossenschaften stehen die Lampen auf Grün», so der Insider. Und weiter: «Mario wird die Stossrichtung unterstützen.»

Ein Geben und Nehmen

Das würde heissen: Der neue MGB-Chef und die «Regionalfürsten» haben sich gefunden. Umgekehrt interpretiert die NZZaS: «Der Noch-Denner-Chef weiss, wer in der Migros das Sagen hat – die zehn Regionalgenossenschaften. Hätte er sich gegen deren Pläne gesperrt, wäre er kaum gewählt worden.»
Auf der Gegenseite dürfte nun wohl einer der Genossenschaftschefs die Leitung der neuen Supermarkt-Dacheinheit übernehmen, deutet die «Sonntagszeitung» die M-interne Machtmechanik. «Noch unklar ist, wie sich damit die Machtverhältnisse innerhalb des Konzerns verschieben werden. Doch Irminger ist es zuzutrauen, dass er gemeinsam mit der Führung der neuen Einheit die Migros auf mehr Effizienz trimmt.»

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