Deutschland: Weniger Kunden in den Läden

Möbel, Elektronik, Baumärkte, Bekleidung, Spielwaren: Hier überall meldet mehr als die Hälfte des Handels tiefere Kundenfrequenzen.

7.11.2022
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Spielzeugfigur, leicht in Notlage. Symbolbild von: Magda V on Unsplash
Laut einer Umfrage des Konjunkturforschungs-Instituts Ifo in München verspürten 46 Prozent der Detailhändler im dritten Quartal weniger Kunden in ihren Geschäften. Und 75 Prozent kämpften immer noch mit Lieferengpässen; nach 76,5 Prozent im September war das immerhin ein leichter Rückgang.
«Viele Händler machen sich Sorgen um das Weihnachtsgeschäft», sagt der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Von tieferen Frequenzen speziell betroffen sind die Möbelhäuser – 80 Prozent melden weniger Kunden in ihren Geschäften.

Sorgen ums Weihnachtsgeschäft

Die Lieferengpässe wiederum verspürt der Lebensmittel-Bereich am stärksten: 90 Prozent der Händler berichten dort von Problemen.
«Aufgrund des grossen und heterogenen Angebotes werden dort einige Produkte in den Regalen fehlen», kommentiert Wohlrabe. Ähnliches gilt für die Baumärkte, wo rund 86 Prozent der Händler nicht alle bestellten Waren bekommen.
Vor dem Weihnachtsgeschäft machen sich schliesslich auch die Spielzeugwarenhändler Sorgen: 62 Prozent können momentan nicht das volle Sortiment anbieten. —


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