Mister Spex steht auf die Expansionsbremse

Die Filiale in Zürich, die der deutsche Brillenhändler im letzten November eröffnet hat, bleibt vorerst die einzige in der Schweiz.

5.06.2023
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Filiale von Mister Spex in Zürich | Bild: PD Mister Spex
Der im letzten November eröffnete Zürcher Shop von Mister Spex sollte erst ein Anfang sein, danach wollte der deutsche Omnichannel-Optiker auch in der Schweiz «ein Netzwerk an Stores» bilden, wie eine Mister-Spex-Sprecherin damals gegenüber der «Handelszeitung» ausführte. Damit hat es nun ein Ende: Das Unternehmen fokussiert auf Bestehendes und will dieses Jahr lediglich eine Handvoll zusätzliche Filialen in Deutschland und Österreich eröffnen – statt der einst angedachten 200 in ganz Europa.
«Das Auslandsgeschäft, das einst die Fantasie der Aktionäre beflügelte, verliert radikal an Wichtigkeit», schreibt die Zeitung «Die Welt» heute. Und die Firma selber meldet, dass ihre HR-Chefin Maren Kroll, die auch im Vorstand sass, das Unternehmen verlässt und nicht ersetzt wird. Damit verbleiben nur noch die beiden Gründer Dirk Graber, Mirko Caspar im Vorstand.
Der Abgang erfolge im Rahmen des «Lean 4 Leverage-Programms», das zur «Verschlankung der Unternehmensstruktur» beitragen soll. Der 2007 gegründete, damals reine Online-Händler sieht sich auch an der Börse, an die er vor zwei Jahren ging, mit Gegenwind konfrontiert. Dort ist sein Wert von damals über 800 Millionen auf heute gut 120 Millionen Euro gesunken.
Damit bleibt es bei den rund 70 Filialen weltweit, «die Wachstumsfantasie ist begrenzt», so die «Welt». Währenddessen wächst der grosse Konkurrent Fielmann mit einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro weiter – und besonders kräftig im europäischen Ausland.
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