Neue Besitzer für Schuhkette Reno

Die Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen weitergeführt werden. Hierzulande sind die neuen Besitzer alte Bekannte.

3.10.2022
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Bekanntes Geld-Rot: Reno-Standort in Thun   |   PD
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Dass es im Schuhhandels-Business knirscht, ist seit längerem bekannt. Nun läuft offenbar die nächste Bereinigungs-Aktion: Die HR Group in Osnabrück hat ihre Schuhhandelskette Reno verkauft – mit allen Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie dem Onlineshop. Reno wird übernommen von der Detailhandelsgruppe CM Sports sowie deren Kooperationspartner GA Europe; dies ist eine Private-Equity-Firma mit Sitz in München und amerikanischen Wurzeln. Sie hat sich spezialisiert auf die Lösung von «herausfordernden Situationen im Handel durch den Einsatz von Retail-Know-how und Kapital».
CM und GA sind auch hierzulande in der Branche bekannt: Gemeinsam übernahmen sie auch vor gut einem Jahr Vögele Shoes von der polnischen CCC-Gruppe. Inzwischen steckt Vögele in der provisorischen Nachlassstundung.

«Clever Shopping»

Reno führt hierzlande noch ein Dutzend Filialen, sie befinden sich allesamt in der Deutschschweiz. Bei der Übernahme sollen die Filial-Angestellten sowie der Aussendienst übernommen werden, teilen die neuen Besitzer mit. Die Geschäfte würden auch weiterhin unter dem Markennamen Reno geführt.
Reno will sich dabei als «echte Alternative für Clever Shopping positionieren.» Die Marke richte sich an die ganze Familie – und sowohl an die preisorientierten Kunden als auch jene, die sich Markenprodukte wünschen.

Platz schaffen

«Mit einer klugen Vernetzung zwischen stationärem Geschäft und dem stark wachsenden Onlinegeschäft wird das bereits installierte Omni-Channel-Konzept vorangetrieben», heisst es weiter.
Als nächstes führt Reno beim bestehenden Sortiment zeitlich begrenzte Sonderverkäufe durch, um für das künftige neue Sortiment Platz zu schaffen.
Zum Thema:
  • Manor bringt Aeschbach Chaussures in die Deutschschweiz. Die Genfer Firma wird sowohl auf dem Manor-Marktplatz als auch mit eigenen Shops in den Warenhäusern präsent sein.
  • Die nächste Insolvenz: Görtz. Die deutsche Schuhhandels-Kette ist in Schieflage. Sie erklärt es mit «enormer Kaufzurückhaltung».

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