Umfragen: Schweizer sind in Stimmung für Shopping

Im Unterschied zu deutschen Konsumenten sehen die Schweizer kaum Bedarf zum Sparen. Ausschlaggebend sind die bei uns kaum gestiegenen Preise.

16.11.2022
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Symbolbild von: Pavol Štugel on Unsplash
Es kommt einem vor, als möchte man böse Krisengeister vertreiben, die es vielleicht gar nicht gibt: Sowohl die Swiss Retail Federation als auch die Macher der Shopping-App Bring fechten mit Umfragen für eine gute Einkaufsstimmung unter Schweizer Konsumenten (hier, hier).
Laut der Ende Oktober vom Umfrageinstitut Sotomo durchgeführten Befragung für die Swiss Retail Federation werden sich lediglich 36 Prozent bei den Einkäufen vor Weihnachten «ein wenig» und 12 Prozent «deutlich» einschränken. Für die Erhebung wurden 1500 Personen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz befragt.
Gut die Hälfte hingegen – genauer: 45 Prozent – wird sich die Einkaufslaune in keiner Weise verderben lassen.
Die genaue Frage lautete: «Werden Sie sich in den kommenden Monaten angesichts insgesamt steigender Preise voraussichtlich einschränken müssen?»
Deutlich anders sieht es in Deutschland aus: Dort sehen nur 18 Prozent keinen Bedarf für Einschränkungen wegen höherer Preise. Jeder Dritte wird seine Ausgaben indessen «deutlich» und fast jeder Zweite ein wenig einschränken.
Sortimentsbezogen würden Schweizer wie Deutsche am ehesten bei Mode und Bekleidung, bei der (Unterhaltungs-)Elektronik und im Bereich Wohnen sparen.

Schweizer fast 3 Mal mehr für Geschenke

Die Umfrage der Shopping-App-Firmen Bring und Profital kommt zudem zum Schluss, dass Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten im Schnitt 143 Euro pro Geschenk ausgeben – während es in Deutschland 55 Euro seien.
Was nicht heisst, dass die Schweizer Geschenke rund drei Mal so gross ausfallen werden. Denn nicht nur die Kaufkraft liegt in der Schweiz im Durchschnitt wesentlich höher als in Deutschland, sondern auch die Preise.
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