Media Markt Schweiz im letzten Quartal «rückläufig»

Insgesamt war die Entwicklung des Elektronik-Handelskonzerns Ceconomy im deutschen Sprachraum stabil.

14.02.2023
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Wird verkauft: Media Markt in Jönköping, Schweden   |   Bild: PD
Der deutsche Handelskonzern Ceconomy meldet fürs letzte Quartal ein Wachstum von 3,1 Prozent: Ingesamt setzten Media Markt und Saturn, die beiden Ketten von Ceconomy, knapp 7,1 Milliarden Euro um.
Das stationäre Geschäft habe sich dabei weiter erholt. Auf der anderen Seite sank das Betriebsergebnis um 18 Prozent auf 224 Millionen Euro. Und am Ende verblieb ein Reingewinn von 127 Millionen, das waren knapp 4 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten 2022. Damit lag das Resultat «im Rahmen der Erwartungen», so die Konzernleitung.
In Österreich und Ungarn habe man wachsen können, heisst es in den Presseunterlagen. In Deutschland sei das Geschäft «stabil» gewesen, und in der Schweiz – wo Ceconomy mit Media Markt präsent ist – war es «rückläufig».
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Damit entwickelt sich Media Markt Schweiz in etwa wie das hiesige Umfeld. Der Coop-Konzern beispielsweise vermeldete an diesem Dienstag, dass der Umsatz von Fust im letzten Jahr um 3,4 Prozent schrumpfte; bei Interdiscount betrug das Minus 5,5 Prozent; und Coops Online-Verkauf von Heimelektronik-Artikeln (u.a. Microspot) sank um deutliche 14 Prozent.
Im Hintergrund steht, dass die Detailhandels-Umsätze im Nonfood-Bereich in den letzten Monaten in der Schweiz allgemein leicht sanken; allerdings schrumpften sie hier weniger stark als in Deutschland.

Hejdå Sverige

Insgesamt führt Ceconomy im deutschen Sprachraum und in Ungarn 512 MediaMarkt- und Saturn-Geschäfte, davon 25 in der Schweiz. Die Läden im DACH-Raum erzielten im letzten Quartal einen Gesamtumsatz von 3,9 Milliarden Euro, wobei das Wachstum in Landeswährung 0,6 Prozent betrug.
Media Markt ist seit 1994 in der Schweiz und hat hier 25 Gross-Märkte. Der Umsatz lag zuletzt bei knapp 600 Millionen Franken (genauer: 591 Millionen Euro).
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Ceconomy im ersten Quartal: Umsatz und Ebit nach Regionen.
Zugleich meldet der Düsseldorfer Konzern heute, dass er die MediaMarkt-Läden in Schweden verkauft: Die 29 Standorte gehen an den Elektronik-Handelskonzern Power International AS. Aus dem Deal erwartet Ceconomy einen negativen Effekt (also einen Abschreiber) «im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich».
Fürs Gesamtjahr 2022/23 (per Ende September) rechnet das Ceconomy-Management mit einem leichten Umsatzanstieg sowie mit einer «deutlichen Ergebnisverbesserung»: Dies sei das wahrscheinlichste Szenario.

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